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Archive for the ‘Privates’ Category

Liebe Freunde,

seit zwei Tagen kann man sich auf YouTube im Kanal dasgedichtclip einen Ausschnitt aus einer Live-Lesung von mir ansehen. Ich rezitiere mein Gedicht »onuphrius«, das auch schon in der Anthologie „Ois is easy“ von Anton G. Leitner abgedruckt ist. Die Lesung fand übrigens am 2. Juli 2011 bei einem Künstlerfest anlässlich des 50. Geburtstages von AGL (am 16. Juni 2011) statt. Bei diesem Fest wurde ja auch der Clip mit Schillers Ode „An die Freude“ gefilmt.

Morgen fliege ich mit zwei Freundinnen nach London. Zwei Theaterbesuche (Richard III und Doctor Faustus) und viel Sightseeing stehen an. Freude!

Allen, die daheim bleiben müssen, wünsche ich besseres Wetter und viel Spaß und Kreativität in der Restwoche.
Es grüßt,
Gabi T.
Weßling, 20.07.2011, 8:46 Uhr

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Liebe Freunde,

2010 war ein schwieriges Jahr. Das Gute und das Schlechte haben sich die Waage gehalten. Ich habe einige neue Erfahrungen gemacht und musste anderes aufgeben, weil die Kraft einfach nicht mehr reichte. Im Oktober dachte ich ein paar Wochen lang, dass es mich zerlegt. Aber ich habe mich noch mal gefangen mithilfe von Mutter, Susanne und Medikamenten. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür und ich bin dankbar für eine 2 1/2-wöchige Atempause. Ich freue mich schon aufs Gänseessen und auf nicht immer weihnachtliche Gesänge mit meiner guten Freundin Sabine (die sich in den letzten Jahren durch Gesangsstunden einen unfairen Vorteil verschafft hat).

Ein Resümee, ein Resümee: Ich habe die Neigung, mir zu viel aufzutun. Im Jahr 2009 begann ich mit Augusta Laar ein wunderbares Veranstaltungsprojekt: Schamrock – Salon der Dichterinnen. Anderthalb Jahre habe ich durchgehalten. Wir hatten große Zukunftspläne, z. B. ein Lyrikerinnenfestival im Jahr 2012. Aber nach der 6. Veranstaltung im Juli ist mir die Puste ausgegangen, sodass ich mich aus dem Projekt zurückziehen musste. Augusta wird versuchen, dass Projekt fortzusetzen. Aber wie immer ist es eine Geldfrage. Ohne Subventionen sind derartige Veranstaltungsreihen leider nicht finanzierbar. Zwei Jahre lang wurden wir vom Kulturreferat München umfassend unterstützt, was eine unglaublich große Hilfe war. Aber es gibt Regeln. Und eine besagt, dass man ab dem dritten Jahr auch andere Fördermittel auftun muss. Schwierig, wenn nicht gar tödlich für ein Projekt.

Ein positives Ereignis des Jahres war, dass im Frühjahr 2010 die Anthologie „Der Garten der Poesie“, die Anton G. Leitner und ich bei dtv herausgegeben haben, als wunderschönes Hardcover mit Lesebändchen neu aufgelegt wurde. Darüber bin ich wirklich besonders froh. Auch über die neue Poesie 21-Wettbewerbssammlung „Sommer regnet aufs Banjo“ (Poesie 21 bei Steinmeier) freue ich mich sehr. Im Jahr 2009 habe ich meine Lektoratstätigkeit vor allem in der Poesie 21-Reihe ausgebaut. Ich betreue hier vor allem (aber nicht nur) Bände mit gereimten Gedichten. Unter den Lyriktiteln, die ich lektorierte, sind „Ohne Luft gäb’s keine Luftikusse“ und „Die Natter lag in einem Topf“ von Diter von Kutzschenbach, „Rolle du Knolle“ von Josef Hader, „Birken stehen in Gruppen“ von Eva Höcherl, „engel aussetzen im himmel“ von Stefan Schwarzmüller sowie das hocherotische Mammutprojekt „Instinktiv lasziv“ von André Pfoertner. Das waren kreative Aufgaben, die mir viel Freude gebracht haben.

Aber all das kann das eigene Schreiben nicht aufwiegen. Und damit hatte ich in diesem Jahr auch wieder so meine Probleme. Das Nicht-Vorankommen ist bekanntermaßen eine schmerzliche Angelegenheit und die damit einhergehenden Zweifel können vernichtend sein. In Sachen Lyrik ist in eigener Sache kaum was passiert. Ich habe bis dato im Jahr 2010 19 Gedichte geschrieben. Das ist nicht viel. Darunter waren etliche Haikus, aber auch eine Magdalenen-Elegie. Außerdem habe ich begonnen englische Lyrics zu schreiben, die qualitativ noch nachhängen. Mit meinem Roman bin ich etwas vorangekommen. Gerade habe ich das 8. Kapitel beendet, das mich sehr glücklich macht, weil es so böse ist. 360 Seiten geschrieben, 160 p. to go. Ich hoffe, dass ich einen Agenten und einen Verlag finde. Die Prosa soll eines Tages meine Rente finanzieren. Wenn das nicht klappt, muss ich mich doch noch umbringen – oder Banken überfallen. Ob man im Knast der Zukunft schreiben darf?

Schmerzhaft und erniedrigend war in diesem Jahr die Begegnung mit dem Literaturport www.literaturport.de . Eine Freundin hatte mir empfohlen, mich dort um die Aufnahme in die Autorendatei zu bewerben. Aber ich wurde abgewiesen. Autsch! Dadurch lernte ich es wieder zu schätzen, dass ich der Spross einer Berliner Arbeiterfamilie bin. Denn aus der Wut heraus ist dieser Blog entstanden, und mein Facebook-Auftritt, als fröhliche „Leck mich am Arsch“-Reaktion. Im Kürschner’s bin ich ja drin. So what?

Gut war auch der der Dreh des Forellen-gedichtclips auf YouTube. Dank an Mastermind AGL, Kameramann Richard Westermaier und meine Freunde Johanna und Phil für die Badewanne. http://www.youtube.com/watch?v=kmIpsQ-7Eyw . Gut sind die 1300 Clicks, gut auch dass diese Clicks aus fast allen Kontinenten kommen, Schlecht ist, dass mich die Afrikaner nicht mögen. Afrika, click die Forelle an!

Banale Dinge: Schlecht war die Heizkosten-Nachzahlung im Frühjahr; gut war, dass mir meine Mama aus der Patsche geholfen hat. Gut waren die Anschaffung eines neuen Kühlschranks und der Einbau neuer Fenster und die daraus resultierenden Energiekosteneinsparungen. Schlecht ist der Schimmelbefall meiner Wände, der Chlorgestank durch das Gegengift. Schlecht ist auch die Tatsache, dass ich mit der Renovierung der Wohnung wieder nicht so vorangekommen bin, wie ich gehofft habe. Gut ist, dass ich gelernt habe, wie man Wände glatt verputzt.

Gut ist auch, dass ich durch Facebook mit meinen Theater Flambé-Freunden und mit meinem Neffen besser Kontakt halten kann.

Schlecht ist, dass mir manchmal alles über den Kopf wächst. Gut ist, dass ich Mitte des Jahres mit dem Bogenschießen begonnen habe und dass ich bis zum Schneefall regelmäßig joggen war. Schlecht ist, dass ich trotzdem mein Gewicht nicht halten konnte. Schlecht ist auch, dass ich momentan gar kein Geld mehr habe, um mal wieder richtig Urlaub zu machen. Gut ist, dass ich immer noch fähig bin, aus Erfahrungen zu lernen. Ich freue mich aufs nächste Jahr 2011 ;-D.

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht Euch,
Gabi T.
München, 18.12.2010, 21:23 Uhr

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Liebe Freunde,

da ich in den letzten Wochen und Monaten wie ein Berserker gearbeitet habe, fehlen mir momentan die Kraftreserven, Augusta Laar bei der Organisation der Schamrock-Veranstaltungsreihe so zu unterstützen, wie es erforderlich und anständig wäre. Daher habe ich mich entschieden, mich umgehend aus diesem Projekt zurückzuziehen, um zügig den Platz für eine neue Kooperationspartnerin freizugeben. Es ist zwar eine schnelle und harte Entscheidung gewesen, aber bei meinem derzeitigen niedrigen Energielevel wäre es meines Erachtens falsch gewesen, noch länger zu zögern. Ich hatte in letzter Zeit schon öfter das Gefühl, einfach zu zerbröckeln.
Nach vielen Gesprächen mit guten Freunden habe ich den Eindruck gewonnen, dass das eine grundsätzliche Tendenz in der gesamten Gesellschaft ist. Mit wem ich auch geredet habe, wir alle waren der Meinung, dass diese ökonomische Dumping-Mentalität nicht mehr lange gut gehen kann. Viele Arbeitnehmer und auch Arbeitgeber sind mittlerweile an der äußersten Grenze dessen, was noch zu leisten ist, angelangt. Jeder Konsument, der also ohne finanzielle Not immer nur nach Schnäppchen Ausschau hält, aber gleichzeitig beste Qualität erwartet, sollte sich bewusst sein, dass er aus Geiz am gesellschaftlichen Zusammenbruch arbeitet. „Immer billiger und immer besser und immer mehr“ geht bereits heute auf die gesundheitlichen Kosten derjenigen, die die geforderte Leistung für immer weniger Lohn erbringen sollen. Empathie und Mitmenschlichkeit wären wünschenswert. Sonst sind wir bald ein Volk von ausgebrannten Depressiven mit Hang zum Suizid oder Amoklauf. Es gibt ja sogar schon Kinder, die am Burn-out-Syndrom leiden. Da kann doch was nicht stimmen.

Bei all den Sorgen gibt es, zumindest für mich persönlich, auch noch einige gute Nachrichten. Im Rahmen des Wiener Projekts „Schräge Chansons“ wurden einige meiner Gedichte vom Komponisten Alexander Wagendristel vertont. Die Uraufführung findet am Montag, den 15. November 2010 im OFF-Theater in der Kirchengasse 41, 1070 Wien, statt (hier noch mal als Link: http://www.ambitus.at/). Daniela Küblböck trägt die Chansons vor. Auch von Andrea Heuser, Myriam Keil, Renate Schön und Siegfried Völlger wurden lyrische Texte vertont. Leider kann ich nicht persönlich nach Wien fahren, aber ich hoffe, dass diese Veranstaltung ein großer Erfolg wird. Hoffentlich bekomme ich einen Mitschnitt. Es ist in jedem Fall eine ganz große, neue Erfahrung für mich. Dafür bin ich sehr dankbar.

In der neuen Poesie Agenda 2011 des Schweizer orte-Verlags bin ich mit zwei Gedichten vertreten. Auch ein Grund zur Freude. Schluss mit Jammern. Optimismus, wo bist du? Ich werde dich schon wieder finden.

Es grüßt
Gabi T.
München, 27.10.2010
21:27 Uhr

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Was für ein schönes September-Wochenende! Wer weiß, ob es in diesem Jahr noch mal so angenehm warm und sonnig sein wird. Am Samstag war ich am Morgen drei Stunden beim Bogenschießen mit neuen Wurfarmen (20 lb). Von der Kraft her ging’s ganz gut. Aber die 50m-Distanz ist damit noch nicht drin. Da fehlt doch noch einiges. Vielleicht im nächsten Jahr. Ich liebe diesen Sport und bin etwas wehmütig, dass ich erst im Juni damit angefangen habe. Aber besser spät als nie.

Augusta Laar und ich

Augusta Laar und ich

Ein paar liegengebliebene Aufgaben konnte ich auch erledigen: Ich habe Buchhaltung für die Schamrock-Veranstaltungen endlich auf den aktuellen Stand gebracht. Eigentlich muss ich heute auch noch die Presse-Erklärung für die nächste Lesung am 24. Oktober schreiben. Noch etwas früh, aber wenn wir möchten, dass die nächste Schamrock-Veranstaltung in einigen monatlichen Printmedien angekündigt wird, dann bleibt kaum mehr Zeit.
Oben sieht man noch ein Foto von Augusta Laar und mir, dass Kalle Laar im letzten Jahr gemacht hat. Das ist eines der wenigen Bilder, die es von uns beiden gemeinsam gibt.
Meinen Eintrag im neuen Kürschners  habe ich auch auf den aktuellen Stand gebracht. Kurz vor Redaktionsschluss.
Die neue Poesie 21-Anthologie »Sommer regnet aufs Banjo. Hören & Sehen. Gedichte« ist quasi fertig für den Satz. Ich werde morgen noch mal auf den Kurztext schauen, und dann gehen die Daten per E-Mail an die Druckerei. Vielleicht klappt’s ja noch in dieser Woche mit der Druckfreigabe.

So,  jetzt muss ich noch ein bisschen was tun. 
Liebe Grüße vom Wochenend-Ende sendet Euch,
Gabi 

München, 12. September 2010, 21:43 Uhr

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